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Network School Astana 2026: Was du über den neuen Campus, Visa-Vorteile und die KI-Community wissen musst

Network School ist in Astana live. Astana Hub, Visa-Vorteile, AIFC, Lebenshaltungskosten und ob sich eine Bewerbung jetzt lohnt.

3. Sept. 2026 · 14 Min. Lesezeit

Network School Astana 2026: Was du über den neuen Campus, Visa-Vorteile und die KI-Community wissen musst

Mitte August kam dann der Tweet, auf den viele gewartet hatten. Balaji schrieb lapidar: "Network School is back. We're up and running in Astana." Kein großes Drum herum. Keine Pressemitteilung. Einfach: wir laufen wieder.

Für alle, die den Malaysia-Rauswurf mitverfolgt haben, war das eine Erleichterung. Für alle, die sich gerade überlegen, ob sie sich bewerben sollen, wirft es aber sofort neue Fragen auf: Wo genau ist dieser Campus? Was sind das für Visa-Vorteile, die Balaji im Juli angekündigt hat? Und lohnt sich eine Bewerbung auf einen Campus, der gerade erst hochgefahren wird?

Ich habe alles zusammengetragen, was derzeit verifiziert ist, und ergänze es mit meiner eigenen Einschätzung nach zwei Jahren NS. Vorwarnung: Einiges ist noch nicht spruchreif. Das schreibe ich dann auch so.

Was bisher bekannt ist: Network School in Astana

Der Standort: Astana Hub, 5. Etage - Kasachstans staatlicher Tech-Accelerator

Der Campus ist in Astana, der kasachischen Hauptstadt, im Astana Hub untergebracht - und zwar auf dem fünften Stockwerk. Astana Hub ist keine private Co-Working-Kette. Es ist Kasachstans staatlich gefördertes Flagship-Ökosystem für Tech-Unternehmen, gegründet 2018, mit inzwischen über 30.000 Technologie-Fachleuten im Netzwerk.

Was das konkret bedeutet: Wer als NS-Resident in Astana Hub sitzt, sitzt nicht in einem generischen Bürogebäude. Er sitzt in einem staatlich gesponserten Tech-Accelerator, der aktiv Startups fördert, Investoren ins Land holt und internationale Konferenzen ausrichtet. Das Astana Innovation Accelerator-Programm hat Startups und IT-Unternehmen in den letzten fünf Jahren auf 4,9 Milliarden Dollar Umsatz gebracht und über 910 Millionen Dollar an Investitionen angezogen.

Für IT-Unternehmen, die sich im Astana Hub registrieren, gilt bis 2029: null Prozent Körperschaftsteuer, null Prozent Mehrwertsteuer. Das ist kein Gerücht, das steht schwarz auf weiß.

Alatau City: Kasachstans Antwort auf ein Digital-First-Ökosystem

Neben Astana Hub gibt es das Konzept von Alatau City, einem regionalen IT-Hub-Netzwerk mit inzwischen 14 Standorten im ganzen Land. Der jüngste, Alatau IT Hub in der Region Almaty, hat erst Anfang 2026 eröffnet. Das zeigt, dass Kasachstan diese Struktur nicht nur auf dem Papier aufbaut, sondern aktiv rolliert.

Der Unterschied zu einem klassischen Coworking-Space: Diese Hubs sind Teil einer staatlichen Digitalstrategie. Wer dort arbeitet, hat Zugang zu Förderprogrammen, Investoren-Netzwerken und dem Ökosystem des Astana Hub insgesamt. Für NS-Residents ist das eine andere Ausgangslage als in Forest City, Johor gewesen wäre, wo NS in einer relativ isolierten Sonderwirtschaftszone arbeitete.

Das MoU: Was ein Memorandum of Understanding bedeutet - und was nicht

Das MoU zwischen Network School und dem kasachischen Ministerium für KI und digitale Entwicklung wurde am 22. Juli 2026 unterzeichnet. Unterzeichner auf kasachischer Seite: Zhaslan Madiyev, Vize-Premierminister. Laufzeit: fünf Jahre.

Hier muss ich kurz einen wichtigen Punkt klarstellen, den viele in der Diskussion übersehen: Ein MoU ist kein Gesetz. Es ist eine Absichtserklärung. Die angekündigten Visa-Vorteile, das vereinfachte Redomizilieren, die beschleunigten Genehmigungen - das sind Ziele, keine vollzogenen Tatsachen. Was das in der Praxis bedeutet, wie lange Prozesse dauern und was sie kosten, ist Stand September 2026 noch nicht öffentlich im Detail spezifiziert.

Das ist kein Grund zur Panik. Regierungsabkommen funktionieren oft so: erst Absichtserklärung, dann operative Details in den Folgemonaten. Aber ich sage es trotzdem deutlich, damit niemand mit falschen Erwartungen einreist.

Was noch offen ist: Kapazitäten, Wartelisten, konkrete Prozesse

Was ich bisher nicht verifizieren konnte: die genauen Kapazitäten des Astana-Campus, ob es eine separate Warteliste für Kasachstan gibt und wie lange die Bearbeitungszeit für neue Bewerbungen aktuell ist. NS kommuniziert primär intern über seinen Discord und Newsletter. Wer konkrete Zahlen braucht, sollte direkt über ns.com anfragen.

Warum Kasachstan? Der strategische Hintergrund

2026: das Jahr der Digitalisierung und KI in Kasachstan

Das ist kein Zufall, dass NS 2026 nach Kasachstan wechselt. Präsident Kassym-Jomart Tokayev hat 2026 offiziell zum "Jahr der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz" erklärt. Das ist in Kasachstan keine Marketing-Phrase. Der Staat hat im vergangenen Jahr ein eigenes Ministerium für KI und digitale Entwicklung gegründet, Zentralasiens erstes umfassendes KI-Gesetz verabschiedet und 20 digitale Transformations-Roadmaps für 72 Wirtschaftssektoren aufgelegt.

Der IT-Exportumsatz Kasachstans erreichte Ende 2025 rund eine Milliarde US-Dollar. Für ein Land, das sich historisch über Rohstoffe definiert hat, ist das ein ernstes Diversifikationssignal.

PM Bektenov und Balaji: was hinter der Zusammenarbeit steckt

Premierminister Olzhas Bektenov betonte beim Signing, dass jeder kasachische Bürger die praktischen Auswirkungen der KI-Strategie spüren soll. Madiyevs Statement war noch direkter: "KI entwickelt sich dort, wo talentierte Menschen, kühne Ideen und eine förderliche Umgebung zusammenkommen. Kasachstan baut genau ein solches Ökosystem auf."

Das klingt nach PR, und ja, es ist auch PR. Aber die Substanz dahinter ist real. Kasachstan sucht international nach Tech-Talent und internationalen Projekten, die das Land aus der fossilen Abhängigkeit herausführen. NS bringt genau das mit: ein internationales, tech-affines Netzwerk aus über 80 Ländern.

Balajis eigene Worte zum Matching: "high tech, low cost, brilliant people, a competent state, and plenty of space to build." Ob das auf Kasachstan vollständig zutrifft, wird man sehen. Drei von vier Kriterien treffen aber schon mal zu.

Warum Kasachstan für Nomaden aus Europa attraktiver ist als Malaysia

Rein praktisch gibt es einen wesentlichen Vorteil gegenüber Malaysia: die Zeitzone. Astana liegt in UTC+5, was bedeutet: 4 Stunden Unterschied zu CEST im Sommer, 4 Stunden zu CET im Winter. Malaysia war UTC+8, also 7 Stunden Differenz. Für jemanden, der europäische Kunden bedient, ist das ein erheblicher Unterschied. Morgenmeetings um 10 Uhr in Berlin bedeuten in Astana 14 Uhr, nicht 17 Uhr.

Dazu kommt, dass Kasachstan Deutsche visafrei einreisen lässt für 30 Tage. Wer länger bleiben will, hat strukturiertere Optionen als viele denken.

Die angekündigten Visa-Vorteile: Was das konkret bedeutet

"Expedited Visas" für NS-Residents

Das MoU nennt explizit beschleunigte Visa-Bearbeitung für NS-Residents. Wie das operativ aussieht, ist noch nicht im Detail öffentlich. In Kasachstan dauert eine Standard-Visa-Bearbeitung bis zu sieben Werktage. Ob NS-Residents einen dedizierten Kanal durch Astana Hub bekommen, ist plausibel, aber nicht spruchreif.

Was allerdings schon existiert und relevant ist: der Neo Nomad Visa Kasachstan. Launched im November 2024, erlaubt er Remote-Arbeitern einen legalen Aufenthalt von einem Jahr, verlängerbar bis zu viermal (also potenziell vier Jahre). Die Anforderungen: nachgewiesenes Einkommen von mindestens 3.000 Dollar pro Monat, gültige Krankenversicherung, polizeiliches Führungszeugnis. Kosten: rund 100 US-Dollar Bearbeitungsgebühr. Bedingung: Du arbeitest für ausländische Auftraggeber, nicht für kasachische Unternehmen. Für einen deutschen Freelancer mit EU-Kunden ist das der relevante Visa-Typ.

"Streamlined Redomiciliation": vereinfachte Firmenverlagerung

Balaji hat in seinem Statement explizit "streamlined redomiciliation" als eines der MoU-Ziele genannt. Was das auf Kasachstan bezogen bedeutet: eine vereinfachte Möglichkeit, den Firmensitz nach Kasachstan zu verlagern oder dort eine neue Gesellschaft zu gründen.

Hier ist der AIFC relevant.

Was das AIFC für deutsche Freelancer interessant macht

Das Astana International Financial Centre ist eine juristische Sonderzone in Kasachstan, die nach britischem Common Law operiert, auf Englisch kommuniziert und ein eigenes Gericht sowie eigene Regulierungsbehörden hat. Über 4.000 Unternehmen sind inzwischen registriert, darunter Crypto-Exchanges, Venture Capital Firmen und internationale Finanzdienstleister.

Was für Freelancer und Solopreneure relevant ist: AIFC-registrierte Unternehmen brauchen für ihre Gründer und Mitarbeiter in der Regel weder C5-Business-Visum noch Arbeitserlaubnis. Es gibt ein eigenes AIFC Expat Centre, das Visafragen koordiniert. Für einen deutschen UX-Freelancer, der dort eine Gesellschaft gründet, könnte das ein legitimer Weg sein, kasachische Steuervorteile mit einem legalen Aufenthaltstitel zu kombinieren.

Ich sage bewusst "könnte", weil das steuerlich individuell geprüft werden muss. Das deutsche Außensteuergesetz, Paragraf 2, greift bei Niedrigsteuerländern. Kasachstan mit 0% für AIFC-Unternehmen qualifiziert als Niedrigsteuerland, was bedeutet: wer nach Kasachstan auswandert und wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, muss das sorgfältig planen. Hier ist ein Steuerberater keine Option, sondern Pflicht.

Was noch nicht bestätigt ist

Konkrete Kosten für beschleunigte NS-Visa, spezifische Prozesslaufzeiten, wie NS-Membership mit dem Neo Nomad Visa interagiert, ob NS eine kollektive Firmengründungsstruktur anbietet. Alles MoU-Terrain. Was da kommt, wird spannend zu beobachten sein.

Was NS-Alumni über den Kasachstan-Move sagen

Ehrliche Reaktion der Community: gemischt, aber nicht negativ

Ich habe in den letzten Wochen in mehreren NS-Discord-Channels und Kohorten-Calls mitbekommen, was die Community denkt. Das ehrlichste Bild: gemischt, mit einer klaren Tendenz.

Malaysia hatte Vorzüge, die schwer zu ersetzen sind: das tropische Klima, die geografische Nähe zu Südostasien, die Entspanntheit des Alltags. Forest City war für alle, die ich kenne, nicht perfekt, aber "nice to have" als physisches Zuhause funktioniert vieles besser, wenn es warm ist und du keinen Wintermantel brauchst.

Kasachstan ist anderes Terrain. Literarisch gesprochen.

Gleichzeitig: Wer bei NS ist, ist meist nicht wegen des Strandes dort. Das Netzwerk ist das Produkt. Und das Netzwerk ist standortunabhängig. Die Discord-Kanäle laufen weiter. Die Cohort-Calls laufen weiter. Das Earn-Programm läuft weiter.

Was Kasachstan besser macht: staatliches Backing als echter Unterschied

Was Kasachstan von Malaysia strukturell unterscheidet: Das Projekt läuft nicht unter einer Bürolizenz, die jederzeit entzogen werden kann. Es läuft unter einem staatlichen MoU mit einem fünfjährigen Horizont und in einer Einrichtung, die selbst Teil der staatlichen KI-Strategie ist. Das ist eine andere Ausgangslage.

Das bedeutet nicht, dass nichts schiefgehen kann. Geopolitik ist immer Faktor. Aber der strukturelle Risk-Mismatch, der in Malaysia zu dem abrupten Ende geführt hat, ist in dieser Form in Kasachstan unwahrscheinlicher.

Meine persönliche Einschätzung: strategisch sinnvoll, Execution-Risk bleibt

An der Network School habe ich oft erlebt, wie gut das Projekt bei schnellen Pivots ist. Aber schnelle Pivots haben immer einen Preis: Die Qualität der Infrastruktur vor Ort braucht Zeit. Ein fünftes Stockwerk im Astana Hub ist nicht dasselbe wie ein vollständig aufgebauter Campus.

Meine Erwartung: Die ersten zwei bis drei Monate werden rough. Das ist normal für jeden Aufbau. Wer das als Teil des Abenteuers sieht, für den ist das kein Problem. Wer einen fertigen Campus erwartet, sollte bis Frühjahr 2027 warten.

Leben und Kosten in Astana für NS-Residents

Lebenshaltungskosten: realistisch 700 bis 1.200 Euro pro Monat

Astana ist günstig nach europäischen Maßstäben. Ein 1-Zimmer-Apartment im Stadtzentrum kostet rund 367 Dollar pro Monat. Für NS-Residents, die im Basic-Package wohnen (derzeit 900 Dollar pro Monat, das ist deutlich günstiger als die 1.500 Dollar in Malaysia), sind Unterkunft und Coworking im Campus-Paket inkludiert.

Wer extern wohnen will: ein All-in-Budget von 700 bis 1.200 Euro ist realistisch für Unterkunft, Essen, Transport und Mobilfunk. Zum Vergleich: Chiang Mai liegt in ähnlichen Regionen, aber mit Visum-Komplikationen. Tbilisi ist ähnlich günstig, hat aber die Zeitzone-Problematik für EU-Clients.

Wetter: das ist der ehrlichste Abschnitt dieses Posts

Ich muss das direkt ansprechen, weil ich jeden kenne, der ins Schwärmen gerät und dann im November landet: Astana ist die zweitkälteste Hauptstadt der Welt, direkt hinter Ulaanbaatar. Die Winter gehen von Mitte November bis Mitte März, mit Durchschnittstemperaturen weit unter null und Tiefs bis minus 25 Grad Celsius. Das ist kein "kalt wie Berlin", das ist "kalt wie Sibirien" kalt.

Der Sommer ist dafür angenehm: 25 bis 30 Grad, wenig Regen, lange Tage. Wer sich überlegt, wann er nach Astana geht, der sollte Mai bis September als ideale Fenstermonate einplanen. November bis März sind für Leute, die sich damit abgefunden haben oder die wirklich nur wegen des Netzwerks dort sind und das Wetter als Nebensache behandeln.

Ich sage das ohne Wertung. Manche Leute lieben Kälte. Aber wer aus Bali oder Thailand kommt und jetzt über Astana nachdenkt, sollte das sehr konkret durchdenken.

Tech-Infrastruktur: Astana Hub als professionelle Arbeitsumgebung

Was die Internet-Infrastruktur angeht: Kasachstan zählte 2026 laut Astana Times zu den weltweit am schnellsten wachsenden Tech-Hubs. Die Glasfaser-Abdeckung in Astana ist solide, die Coworking-Infrastruktur im Astana Hub ist professionell ausgestattet. Das ist kein Vergleich mit den Problemen, die in anderen Nomaden-Destinationen immer wieder aufpoppen.

Für remote-arbeitende Freelancer bedeutet das: Die technische Grundlage ist gegeben. Nicht so selbstverständlich wie in Europa, aber weit entfernt von den Verbindungsproblemen, die in manchen Teilen Südostasiens noch Alltag sind.

Soll ich mich jetzt für Network School Kasachstan bewerben?

Wenn du klar JA sagst: Bewerbung läuft, campus ist offen

Die wichtigste Nachricht zuerst: Der Campus ist offen und läuft. Balajis eigene Worte Mitte August waren eindeutig. Bewerbungen werden weiterhin über ns.com angenommen, und es gibt keine öffentlich kommunizierten Verzögerungen im Bewerbungsprozess.

Wer die Bewerbung gut vorbereitet und grundsätzlich flexibel ist, hat gerade gute Chancen. Die Community ist kompakter als in der Malaysia-Peak-Phase. Kleinere Kohorten bedeuten mehr direkte Kontakte pro Person. Das ist meiner Erfahrung nach kein Nachteil.

Was du akzeptieren musst: Übergangsphase mit offenem Aufbau

Was fair zu sagen ist: Das ist noch ein Aufbau, kein ausgereifter Campus. Wer nach Astana fährt, ist Teil des Aufbaus. Manche NS-People lieben genau das, weil sie dann tatsächlich mitgestalten, nicht nur konsumieren. Wer ein fertiges Produkt erwartet, sollte noch sechs Monate warten.

Die Visa-Situation ist noch nicht vollständig klar. Der Neo Nomad Visa existiert und passt für die meisten Freelancer. Ob NS-Members darüber hinaus spezielle beschleunigte Prozesse bekommen, wird sich in den nächsten Monaten konkretisieren. Ich würde aktuell mit dem Neo Nomad Visa planen und die NS-spezifischen Extras als potenziellen Bonus betrachten, nicht als Grundlage der Reiseplanung.

Meine ehrliche Empfehlung

Ich würde mich bewerben, wenn ich noch nicht Member wäre. Nicht blind, sondern mit klaren Augen: Astana ist kein Malaysia. Das Wetter ist brutaler, die Infrastruktur ist noch im Aufbau, und das kulturelle Umfeld ist anders. Gleichzeitig ist das staatliche Backing stärker, die Kosten sind niedriger, und die Zeitzone ist für europäische Freelancer deutlich besser.

Bewirb dich hier und spar 25% mit meinem Referral-Link. Das Netzwerk ist nach meiner zweijährigen Erfahrung das, was bleibt, egal ob du in Johor oder Astana bist. Und genau das ist gerade aktiver denn je.

Was NS außerhalb des Campus bietet: das Netzwerk bleibt

Discord und digitale Community: aktiv unabhängig vom physischen Standort

Ein Punkt, den ich nicht oft genug betonen kann: NS ist nicht nur der physische Campus. Der Discord hat aktive Untergruppen für fast jede Nische, von AI-Tools über Steuerstrategien bis zu Produktivitätsmethoden. Die drei Cohort-Calls pro Woche laufen remote, und ich kenne NS-Alumni, die seit Monaten nicht am physischen Standort waren und trotzdem aktiv im Netzwerk sind.

Das bedeutet: Selbst wenn du aktuell nicht nach Astana kannst oder willst, kannst du als NS-Member von der Community profitieren. Das Kasachstan-Announcement hat in unserem Discord mehr Diskussion ausgelöst als fast alles andere in den letzten Monaten. Die Leute, die du dort treffen willst, sind alle online.

Für wen NS auch ohne stabilen physischen Campus wertvoll ist

Ein ehrliches Segment-Assessment basierend auf dem, was ich in zwei Jahren gesehen habe:

NS ist besonders wertvoll für Leute, die ein laufendes Projekt haben und Feedback aus einem internationalen Tech-Umfeld suchen. Für Leute, die über Earn-Bounties reale Einkünfte in Crypto generieren wollen. Für Leute, die Zugang zu einem Netzwerk suchen, das man auf LinkedIn so nicht aufbauen kann.

Ein detaillierter Erfahrungsbericht dazu, was NS wirklich ist und was nicht, lohnt sich zu lesen, bevor du eine Entscheidung triffst.

Wenn du hingegen primär wegen des physischen Standorts nach Kasachstan möchtest, also wegen des Landes, der Kultur, dem KI-Ökosystem vor Ort, dann ist das kein NS-spezifisches Argument. Das kannst du auch ohne NS-Membership haben. Den spezifischen NS-Mehrwert bekommst du durch das Netzwerk, nicht durch die Adresse.

Fazit: Astana ist ein Neustart, kein Notplan

Wenn ich die letzten Wochen zusammenfasse: Network School in Astana ist kein verlegener Fallback. Es ist ein echter Neustart mit einem strategisch interessanteren Backing als in Malaysia. Ein staatliches Ministerium auf Vize-Premier-Ebene, ein KI-Ökosystem mit echten Steuervorteilen, und ein Fünf-Jahres-Abkommen statt einer Bürolizenz.

Was bleibt, ist das Execution-Risk. Kasachstan ist ein Land im Aufbau, NS ist ein Campus im Aufbau, und die Visa-Sonderregelungen sind noch im MoU-Stadium. Das sind echte Faktoren.

Wer flexibel ist, ein laufendes Projekt hat und das Netzwerk über den Standort stellt, für den ist die Bewerbung jetzt eine gute Entscheidung. Wer auf den fertigen Campus wartet, wartet wahrscheinlich bis Frühjahr 2027.

Das Kasachstan-Kapitel von NS hat gerade erst begonnen. Und nach allem, was ich kenne, sind die interessantesten Kapitel bei NS immer die gewesen, die noch keine klaren Antworten hatten.

Einen ausführlicheren Blick auf den Kontext des Kasachstan-Umzugs findest du in meinem früheren Post dazu.


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